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Erweiterung der Medienkompetenz zur Prävention vor Cyberkriminalität

23. Juni 2026

Motion, betreffend Erweiterung der Medienkompetenz zur Prävention vor Cyberkriminalität, insbesondere vor digitalisierter, sexualisierte Gewalt, und Stärkung der Cyber-Awareness an den Schulen im Kanton Aargau vom 23. Juni 2026 von Sabine Sutter-Suter, Die Mitte, Lenzburg (Sprecherin), Jürg Baur, Die Mitte, Brugg, Michael Notter, Die Mitte, Niederrohrdorf, Simon Binder, Die Mitte, Baden, Rita Brem, Die Mitte, Bremgarten, Bruno Tüscher, FDP, Münchwilen (AG), Colette Basler, SP, Mia Jenni, SP, Obersiggenthal, Lelia Hunziker, SP, Aarau, Annetta Schupisser, glp, Baden, Lukas Huber, glp, Berikon, Julia Grieder, Grüne, Brugg

Text:
Der Regierungsrat wird beauftragt, die Medienkompetenz an Schulen zur Prävention vor Cyberkriminalität, insbesondere vor digitalisierter, sexualisierter Gewalt und Manipulation und Missbrauch von Bild- und Videomaterial, gezielt, effektiv und zeitnah zu schärfen und aufzubauen und gleichzeitig die Awareness vor Gefahren im Cyberraum zu stärken.

Begründung:
Missbrauch und Manipulation von Bild- und Videomaterial stellen nicht nur technische, sondern auch gesellschaftliche und rechtliche Herausforderungen dar. Der Schutz vor massiven Persönlichkeitsverletzungen und pädokrimineller Gewalt im Netz durch manipulierte Bilder und Videos braucht deshalb übergreifend funktionierende Prävention, regulatorische Massnahmen und Strafverfolgung. Nur so können insbesondere Kinder und Jugendliche wirksam vor den neuen Gefahren im digitalen Raum geschützt werden.

Sexualisierte Gewalt und sexuelle Ausbeutung gegen Kinder und Jugendliche wirkt sich in vielerlei Hinsicht negativ auf die Betroffenen aus. Betroffen sind Kinder in jedem Alter und erschreckenderweise auch in der Schweiz weit verbreitet. Kinder und Jugendliche systematisch zu stärken ist deshalb notwendig. In Anbetracht der schnellen Entwicklung im Cyberraum ist es auch dringend, Präventionsangebote für alle Altersstufen bereitzustellen. (2)

Eine der wichtigsten Massnahmen in der Bekämpfung der Cybergewalt ist die Förderung der Medienkompetenz als Prävention. Neben den Kantonen engagiert sich hier der Bund seit 2011 mit dem nationalen Programm und seit 2015 mit der nationalen Plattform Jugend und Medien des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV). Die «Schweizerische Kriminalprävention» (SKP) als interkantonale Fachstelle ist zusätzlich bei verschiedenen Phänomenen der Cybergewalt aktiv (u. a. Cybermobbing und Sextortion). Kinderschutz Schweiz hat 2024 in Zusammenarbeit mit fedpol, der Nationalen Plattform Jugend und Medien, der SKP und NEDIK sowie mit Unterstützung weiterer Akteure eine Sensibilisierungskampagne gegen Cybersexualdelikte an Kindern und Jugendlichen lanciert. Die auf drei Jahre bis ins Jahr 2026 angelegte Kampagne hat zum Ziel, gemeinsame Präventionsbotschaften zu verbreiten. 2024 lag der Fokus auf Sextortion, wobei auch die Manipulation von Video- und Bildmaterial mittels künstlicher Intelligenz thematisiert wurde. (1)

Deepfakes sind KI-generierte oder KI-veränderte Medieninhalte. Dabei wirken die Ergebnisse oft täuschend echt. Die Entwicklung der dazu notwendigen technischen Möglichkeiten unter Zuhilfenahme von KI geschieht technisch sehr schnell, mit immer leistungsfähigeren Systemen zur Erzeugung synthetischer Medien. Der Handlungsbedarf ist deshalb dringend. Die Motion verlangt den Aufbau von Medienkompetenz an Schulen im Kanton Aargau zeitnah umzusetzen und im Kanton Aargau eine wirkungsvolle zur Prävention vor Cyberkriminalität umzusetzen.

Quellen:

  1. Motion 4464 | Eine Strategie gegen den Missbrauch unserer Bilder | Geschäft | Das Schweizer Parlament, eingesehen am 03.05.2026 unter https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20244464
  2. Programm «Mein Körper gehört mir!» | Kinderschutz Schweiz

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