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Wir bleiben dran

17. Juni 2026

Die Mitte Aargau hat sich im Abstimmungskampf zur sogenannten Nachhaltigkeitsinitiative der SVP für ein klares Nein stark gemacht. Dies im Sinne der am Parteitag vom 21. April 2026 in Muri von unseren Mitgliedern praktisch einstimmig gefassten Nein-Parole. Die Mitte-Partei ist sich bewusst, dass die durch die Initiative aufgegriffenen Themen, – wie eine verstärkte Regulierung der Zuwanderung, der Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum und die Unsicherheiten in Bezug auf die Auswirkungen der Bilateralen III, – trotz des Volksneins nicht ad acta gelegt werden dürfen. Wir müssen weiterhin motiviert und konsequent dranbleiben und die Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen.

Nachfolgend lassen wir Ihnen gerne einen Auszug aus einer detaillierteren Analyse der Mitte Schweiz zukommen, welche Die Mitte Aargau vollumfänglich teilt.

Sie freuen sich über die Ablehnung der Initiative. Haben Sie auch verstanden, warum ein so grosser Teil der Bevölkerung für die Initiative gestimmt hat?
Ja, absolut. Viele Menschen machen sich Sorgen über die Auswirkungen des Bevölkerungswachstums auf Wohnen, Verkehr, Gesundheit und Infrastruktur. Diese Sorgen sind real und berechtigt. Das Resultat vom Sonntag ist auch ein klarer Auftrag, diese Herausforderungen entschlossener anzugehen.

Hat die Politik die Sorgen der Bevölkerung über Zuwanderung, Wohnungsnot und überlastete Infrastrukturen zu lange unterschätzt?
Viele Menschen haben diesen Eindruck, das müssen wir ernst nehmen. Das Resultat vom Sonntag zeigt, dass die Bevölkerung mehr Tempo und mehr sichtbare Fortschritte erwartet. Genau daran müssen wir jetzt arbeiten.

Welche Massnahme werden Sie als Erstes umsetzen?
Für uns hat die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum hohe Priorität. Deshalb müssen wir Verfahren beschleunigen und Hindernisse beim Wohnungsbau abbauen. Gleichzeitig müssen wir auch bei Infrastruktur und Fachkräftesicherung vorwärtsmachen.

Sie sagen seit Jahren, die Sorgen der Bevölkerung seien berechtigt. Warum wurden die Probleme trotzdem nicht gelöst?
Nein. Die Herausforderungen sind über viele Jahre entstanden und lassen sich nicht mit einer einzelnen Massnahme lösen. Diese Haltung vertritt offensichtlich auch die Bevölkerung, welche eine starre Bevölkerungsobergrenze am Sonntag klar ablehnte. Die Politik hätte in einzelnen Bereichen früher reagieren können, etwa beim Wohnungsbau oder bei der Infrastruktur. Die Bevölkerung hat aber auch vorgeschlagene Lösungen abgelehnt, etwa der geplante Autobahnausbau. Dennoch wäre es falsch, die Herausforderungen ausschliesslich auf die Zuwanderung zu reduzieren. Entscheidend ist jetzt, die tatsächlichen Ursachen anzugehen und konkrete Lösungen umzusetzen. 

Warum soll die Bevölkerung darauf vertrauen, dass Die Mitte die Probleme besser löst als die Initianten?
Weil die Herausforderungen nach dieser Abstimmung weiter bestehen. Konkrete Lösungen für mehr Wohnraum, leistungsfähige Infrastrukturen und genügend Fachkräfte entstehen nicht durch eine starre Bevölkerungsgrenze. Es braucht konkrete Massnahmen und langfristige Lösungen. Die Mitte steht für Lösungen statt Extreme und übernimmt Verantwortung.

Wie verhindern Sie, dass in wenigen Jahren die nächste – und möglicherweise noch radikalere – Initiative zustande kommt?
Indem wir die Herausforderungen wirksam angehen und konkrete Lösungen bringen. Wenn die Menschen bei Wohnen, Infrastruktur und Fachkräftemangel konkrete Fortschritte sehen, sinkt auch die Anfälligkeit für immer radikalere Forderungen. Die beste Antwort auf Extreme sind sichtbare Resultate.

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