Nein zur SRG-Initiative – für echte Regionalität und verlässliche Informationen
14. Februar 2026
Leserbrief von Franziska Stenico, Grossrätin, Präsidentin Mitte Bezirk Muri
Die SRG-Initiative klingt nach Sparen und „Zurück zum Wesentlichen“. In Wahrheit aber gefährdet sie genau das, was für die Schweiz entscheidend ist: verlässliche Informationen aus allen Regionen. Wenn die SRG massiv zusammengestrichen wird, trifft es nicht die Chefetagen, sondern die Regionalstudios, die lokalen Journalistinnen und Journalisten und die Berichterstattung aus den Kantonen. Gerade in einer Zeit, in der das Internet voller Fake News, Halbwahrheiten und ausländischer Propaganda ist, brauchen wir starke Medien, die sauber recherchieren und unabhängig berichten. Wer glaubt, dass TikTok, YouTube oder irgendwelche Social-Media-Kanäle die Arbeit der SRG ersetzen können, macht sich etwas vor. Ohne regionale Medien wird die Schweiz blind für das, was im eigenen Land passiert. Die SRG Initiative würde dazu führen, dass viele Regionen kaum noch vorkommen. Wer in ländlichen Gebieten lebt, weiss genau: Wenn wir nicht selbst für unsere Sichtbarkeit sorgen, tut es niemand. Die SRG ist eine Service-Public-Institution, die über lokale Politik, Vereine, Wirtschaft und Kultur berichtet und zwar unabhängig von Klickzahlen oder Werbegeldern. Darum sage ich klar: Nein zur SRG Initiative. Sie schwächt die Schweiz, spaltet Stadt und Land und öffnet Fake News Tür und Tor. Wir brauchen Medien, die unser Land verbinden, nicht solche, die nur noch das berichten, was sich finanziell lohnt.
