Unsere Website ist nicht für deine Browserversion optimiert.

Seite trotzdem ansehen

Finanzielle Zukunft der Akutspitäler

4. März 2025

Fraktionserklärung:

Die Fraktion der Mitte ist besorgt um die finanzielle Zukunft der Akutspitäler im Kanton Aargau. Die Schlagzeilen häufen sich mit Meldungen über die zunehmend prekären, finanziellen Verhältnisse in der Spitallandschaft. Der Rettungsschirm von 240 Millionen für das KSA, das KSB schreibt rote Zahlen, die Schliessung der Gebärabteilung im Spital Muri. Dies sind einige Beispiele, die uns als Partei aufhorchen lassen aber auch die Bevölkerung stark verunsichern, geschweige denn, die Institutionen allfälligen Reputationsschäden aussetzen.

Was geschieht mit unserer Gesundheitsversorgung im Kanton? Steigende Personalkosten reissen Löcher in die Jahresrechnung. Ein bedeutender Faktor, der zur finanziellen Schieflage beiträgt, ist der anhaltende Personalmangel, höhere Lohnkosten und die seit Jahren zu tiefen Tarifen.Die Spitäler stehen vor erheblichem Investitionsbedarf, um mit den neuesten medizinischen Technologien und den steigenden Anforderungen an die Gesundheitsversorgung Schritt zu halten.

Dies erfordert beträchtliche finanzielle Mittel, die oft nicht vorhanden sind, da in den letzten Jahren kaum notwendige Rückstellungen gemacht werden konnten. Es besteht ein enormer Druck auf die Spitäler, effizienter zu arbeiten und Kosten zu senken, ohne die Qualität der Versorgung zu beeinträchtigen.

Die Patientenzahlen und ambulanten Eingriffe sind jährlich zunehmend. Der Ausbau der ambulanten Versorgung trägt wohl dazu bei, die Belastung der stationären Einrichtungen zu verringern, werden aber tariflich zu wenig abgedeckt. Die demografische Entwicklung in der Bevölkerung zwingt die Spitäler, ihre Strategien langfristig zu überdenken und zu ändern.

Diese Punkte verdeutlichen die Dringlichkeit, mit der die finanzielle Situation der Spitäler angegangen werden muss. Die Mitte sieht, dass eine koordinierte Bedarfsplanung und nachhaltige Finanzierungslösungen unerlässlich sind, um die gute Gesundheitsversorgung langfristig zu sichern. Mit der im vergangenen Jahr verabschiedete GGpl wurde eine Grundlage geschaffen, die nun dringend weiter angegangen werden muss. Wir erachten es als absolut notwendig die gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen anzupassen, um den finanziellen Druck auf die Spitäler zu verringern.

Es liegt nun an uns allen, möglichst rasch Lösungen zu suchen, wie wir dies finanzieren können, damit unsere Spitäler eine faire und ausgewogene finanzielle Entlastung erfahren. Meine Damen und Herren, dies Herausforderungen müssen wir gemeinsam rasch angehen. Zwingend ist auch, dass sämtliche Tarife dringend auf Bundesebene zeitgemäss angepasst werden. Dies an die Hand zu nehmen, liegt jedoch an den Mitgliedern des Bundesparlamentes.

Medienmitteilung und Vorstoss

Ansprechperson

Engagiere dich